Der letzte Tag in Broome: Dinospuren und der Cable Beach (Australien Perth – Darwin 2015, Teil 11)

Kamele Cable BeachUnser letzter Tag in Broome mit Dinosaurierspuren, Einsiedlerkrebsen und Kamelen…


Dinosaurierspuren und Fischadler

Ich merke, wie ereignisreich unsere Tage in Broome waren, da dies nun schon der dritte Beitrag zum Thema ist. Rekord! Aber kein Wunder, immerhin konnten wir dort Kängurus, Papageien, Ibisse und Greifvögel beobachten, faszinierende Felsformationen besichtigen, im Meer baden, eine Whale-Watching-Bootstour machen, wunderschöne Strände besuchen und alle sonstigen Vorzüge einer Stadt (wie Einkaufsmöglichkeiten, Trinkwasser und Duschen) nutzen. Nichtmal kostenloses Übernachten war ein Problem. Danke, Broome :)

Nach unserem Whale-Watching-Ausflug verbrachten wir nämlich noch einen weiteren Tag in Broome, ehe wir die Weiterfahrt auf dem Great Northern Highway quer durch die Kimberley-Region antraten.

Am Vormittag besuchten wir, pünktlich zur Ebbe, noch einmal die Felsenküste bei Gantheaume Point. Nach einiger Kraxelei über nasse Felsen erreicht man dort ein paar sehr gut erhaltene Dinosaurier-Fußspuren, die nur bei sehr niedrigem Wasserstand zu sehen sind. Die 130 Millionen Jahre alten Abdrücke gehören zu Broomes Touristenattraktionen und so waren auch an diesem Tag eine Menge Menschen unterwegs, um in dem kurzen Zeitfenster die Fußspuren zu besichtigen.

Broome Dinosaurier Spuren

Dinosaurier-Fußspuren bei Gantheaume Point

Beim Zurückgehen zum Parkplatz konnte ich noch einige sehr gute Fotos von einem Fischadler (engl. osprey) machen. Der Fischadler hatte sein Nest in der Spitze des dortigen Leuchtturms und war gerade mit einem erbeuteten Fisch zurückgekehrt, den er nur wenige Meter von mir entfernt auffraß.

fischadler broome australien

Fischadler bei Gantheaume Point in Broome

Danach ging es zum Redell Beach. Dort gelangen mir ein paar gute Makroaufnahmen von einem Einsiedlerkrebs. Wie schon bei unserem ersten Besuch war der Strand menschenleer und wunderschön anzusehen mit seinem roten Sand und den verstreuten Sandsteinfelsen.

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Ein Einsiedlerkrebs am Redell Beach

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Seit meinem Aufenthalt in Broome zählt der Redell Beach zu meinen Lieblings-Stränden

Als nächstes fuhren wir zum Hafen und liefen dort den langen Pier entlang, den viele Australier zum Angeln nutzen. Auf den hohen Straßenlaternen lassen sich gerne Fischadler nieder. Weiter draußen im Meer konnten wir zudem einige Weißbauchtölpel  (engl. Brown Boobies) auf den Bojen entdecken. Leider waren sie für gute Fotos viel zu weit entfernt. An den Hafen grenzt der für Broome typische rote Sandstrand mit seinen zerklüfteten Sandsteinformationen an. Kurz bevor wie zum nächsten Ziel aufbrachen, konnten wir sogar noch einige Große Tümmler im türkisblauen Wasser beobachten.

Autos und Kamele auf Broomes berühmten Sandstrand

Nachdem wir in einem Supermarkt unsere Vorräte aufgefrischt hatten, statteten wir schließlich noch dem berühmten Cable Beach einen Besuch ab. Dieser Strand ist ganz anders als der felsendurchsetzte Redell Beach im Südwesten von Broome: insgesamt 22 km lang, bestehend aus hellem, feinem Sand, flach ins Meer abfallend und vor allem stark besucht! Der Cable Beach ist DER Anziehungspunkt in Broome, in der Nähe gibt es Hotels und einen riesigen Parkplatz. Wer ein Fahrzeug mit Allradantrieb besitzt, fährt, wie in Australien üblich, gleich direkt damit auf den Strand. Es gibt auch einen offiziellen Badebereich, wo wir uns endlich einmal wieder erfrischen konnten. Obwohl gerade keine Quallensaison war (dann ist das Baden gänzlich verboten) schwammen hier und da einige kapitale Quallen umher. Vermutlich handelte es sich um eher harmlose Exemplare… auf eine direkte Begegnung war ich dennoch nicht scharf.

Cable Beach Broome Warnschild

Ein Schild warnt vor Gefahren am Cable Beach, Broomes beliebtesten Strand

In der Hauptsaison ist es ein typisches Bild, wenn sich der Strand gegen späten Nachmittag mit immer mehr Autos füllt, Leute Stühle auspacken und es sich mit Snacks und Getränken bequem machen. Den Sonnenuntergang vom Cable Beach aus anzuschauen ist in Broome eine beliebte Art den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Ebenfalls bekannt ist der Cable Beach für die Kamele, auf denen man gegen Gebühr reiten kann.

Kamele Cable Beach

Kamele am Cable Beach

Kamele Broome Cable Beach Sonnenuntergang

Die Kamele sind ein beliebtes Fotomotiv 

Staus sind auf Westaustraliens Highways gewissermaßen unbekannt – dafür kann es bei der Ausfahrt vom Strand schon mal eng werden, wenn sich kurz nach Sonnenuntergang unzählige Fahrzeuge gleichzeitig auf den Weg zurück auf die Straße machen. Die gerade noch vorherrschende Idylle findet dann schlagartig ein Ende im Motorenlärm. 

Autos SUVs Broome Cable Beach

Mit dem Auto direkt auf den Strand zu fahren ist bei Australiern sichtlich beliebt

Da die australische Dämmerung bekanntlich nur kurz ist, machten auch wir uns auf den Weg zu unserem Campervan. Dabei kamen wir noch zufällig an einem französischen Singer/Songwriter vorbei, der sowohl Klassiker wie „Scarborough Fair“ und „Halleluja“ als auch Eigenkompositionen darbot. Das verzögerte unsere Abfahrt aus Broome nochmals ein wenig, aber die abendliche Atmosphäre am Cable Beach war die zusätzliche Zeit definitiv wert.

 


 

Weitere Beiträge aus meinem Reisebericht „Australien 2015 – Von Perth nach Darwin“:

Teil 1 : Beginn der Reise in Perth

Teil 2: Von Yanchep bis zum Kalbarri Nationalpark

Teil 3: Von Kalbarri über die Shark Bay nach Exmouth

Teil 4: Im Cape Range Nationalpark

Teil 5: Schnorcheln am Ningaloo Reef

Teil 6: Unterwegs im Outback

Teil 7: Im Karijini-Nationalpark

Teil 8: Fahrt nach Broome mit Halt am Eighty Mile Beach

Teil 9: Ankunft in Broome

Teil 10: Broome Whale Watching

Meine Buch-Empfehlung für alle, die von Perth nach Darwin reisen wollen:

 

 

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